Amazon Seller Central mit Make automatisieren


Seit August 2023 gibt es in Make Module für Amazon Seller Central. Seitdem lässt sich der Papierkram rund um den eigenen Amazon-Handel weitgehend abgeben.
Wer auf Amazon verkauft, kennt das Problem: Bestellungen, Bestand und Zahlen ändern sich ständig, und das Nachhalten frisst genau die Zeit, die eigentlich ins Geschäft gehört. Genau dafür ist Automatisierung gemacht.
Make ist eine Plattform, auf der du Abläufe ohne Programmierkenntnisse zusammensteckst — vergleichbar mit Bauklötzen, nur für Geschäftsprozesse.
Welche Amazon-Module Make mitbringt
Die Module für Amazon Seller Central teilen sich in drei Gruppen: Trigger, Aktionen und Suche. Der Schwerpunkt liegt auf Bestellungen und Warenbestand — also genau dort, wo die meiste Handarbeit anfällt.
Hinweis: Make erweitert sein Modulangebot laufend. Die folgende Aufstellung zeigt den Stand zum Zeitpunkt dieses Beitrags — in deinem Konto können inzwischen mehr Module verfügbar sein.
Trigger
- Watch New Orders — neue Bestellungen beobachten
- Watch Orders Updates — Änderungen an Bestellungen beobachten

Aktionen
- Create a Report — Bericht anlegen
- Get a Report — Bericht abrufen
- Download a Report Document — Berichtsdatei herunterladen
- Get a Catalog Item — Katalogeintrag abrufen
- Get an Item Offer — Angebot zu einem Artikel abrufen
- Get an Order — einzelne Bestellung abrufen
- Make an API call — direkter Aufruf der Schnittstelle

Suche
- List Order Lines — Bestellpositionen auflisten
- Search Catalog Items — Katalogeinträge durchsuchen
- Search Competitive Pricing — Preise des Wettbewerbs abfragen
- Search Orders — Bestellungen durchsuchen
- Search Products Pricing — eigene Produktpreise abfragen

Was die drei Gruppen unterscheidet
Trigger starten den Ablauf. Sie stehen meist am Anfang und merken, dass in deinem Amazon-Konto gerade etwas passiert ist.
Aktionen folgen auf den Trigger. Sie können aber auch selbst am Anfang stehen — nämlich dann, wenn es nicht auf das allerneueste Ereignis ankommt.
Suche holt gezielt Daten aus deinem Amazon-Konto, ohne etwas zu verändern.
In der Praxis dienen diese Module vor allem der Bestandsführung und der Katalogpflege — also genau den wiederkehrenden Aufgaben, die einen Betrieb Zeit kosten, ohne ihn voranzubringen.
Zwei Beispiele aus der Praxis
Wer lieber zuschaut: Es gibt dazu auch ein Video.
Beispiel 1: Neue Bestellungen überwachen
Neue Bestellungen im Blick zu behalten ist bei ordentlichem Umsatz eine Aufgabe, die täglich Zeit frisst — und niemandem Spaß macht. Genau dafür ist Automatisierung da.

Das Szenario liest sich von links nach rechts:
Es beginnt mit einem Trigger (Watch New Orders), gefolgt von einer Suche (List Order Lines). Ein Werkzeug (Text Aggregator) bringt die Daten in Form, und eine Aktion (Make an API call) trägt sie ein.
Der Aufbau ist also überschaubar. Die eigentliche Arbeit steckt woanders: im Einstellen der einzelnen Module. Jedes davon hat Felder, die richtig gefüllt sein wollen — sonst zieht der Ablauf die falschen Daten.
Beispiel 2: Berichte automatisch erstellen
Aktionen können auch ohne Trigger am Anfang stehen. In diesem Beispiel bauen wir ein Szenario ausschließlich aus Amazon-Aktionen. Berichte automatisch erzeugen zu lassen spart bei der Bestandspflege spürbar Zeit — und Nerven.
Auf den ersten Blick sieht es einschüchternd aus.

Trotz der Länge stecken darin nur drei Amazon-Module: Create a Report, Download a Report und Make an API call. Alles andere sind Make-eigene Werkzeuge.
Praktisch: Das Modul Download a Report bringt Hinweise mit, was es noch braucht.

Diesem Hinweis folgend ergänzen wir Archive und Parse JSON — ohne die beiden läuft es nicht.


Zum Schluss sorgen ein Iterator und der Text Aggregator dafür, dass die Daten sauber in der Google-Tabelle landen.
Ein Hinweis zum Verbrauch: Ein Iterator, der 1.000 Datensätze durchreicht, löst auch 1.000 nachgelagerte Schritte aus — und damit entsprechend viele Credits. Bei großen Berichten lohnt es sich, vorher zu filtern statt hinterher.
Fazit
Die Amazon-Seller-Central-Module in Make nehmen genau die Arbeit ab, die im Amazon-Geschäft am meisten nervt: Bestellungen nachhalten, Bestände prüfen, Berichte zusammenstellen.
Der Einstieg ist unkompliziert — die Module selbst sind schnell zusammengesteckt. Zeit kostet nur das saubere Einstellen der Felder. Wer das einmal richtig macht, hat danach Ruhe.
Zum Ausprobieren: Über unseren Partner-Link startest du mit einem Monat Make Pro — genug Credits, um beide Szenarien nachzubauen und mit echten Bestelldaten zu testen. Danach wechselt dein Konto von selbst in den kostenlosen Tarif. Diesen Gratis-Monat gibt es nur über Make-Partner und nur bei einer Neuanmeldung.
Und wenn du lieber jemanden draufschauen lässt, statt selbst zu bauen: In einer kostenlosen Analyse gehen wir gemeinsam durch, welche Abläufe in deinem Betrieb sich zuerst lohnen — und welche man besser so lässt.
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