Die KI-Module in Make: was sie können und was sie kosten


Make.com bringt eigene KI-Module mit — du kannst also Texte auswerten, zusammenfassen und einsortieren lassen, ohne dir dafür ein OpenAI-Konto zuzulegen oder einen Schlüssel zu verwalten. Make liefert das Modell mit.
Dieser Beitrag zeigt, was diese Module können, was sie kosten und fünf Fälle, in denen sie sich sofort lohnen.
Was die eingebauten KI-Module sind
Unter dem Namen Make AI Toolkit (früher „Make AI Tools") stecken mehrere fertige Bausteine direkt in Make. Damit kannst du:
✅ Texte auswerten und zusammenfassen
✅ Inhalte einsortieren und übersetzen
✅ Angaben gezielt aus Text herausziehen
✅ Entscheidungen im Ablauf automatisch treffen lassen
Inzwischen sind weitere eingebaute KI-Bausteine dazugekommen, die es beim Erscheinen dieses Beitrags noch nicht gab: der AI Content Extractor (liest Text aus Dokumenten, Bildern und Tonaufnahmen — etwa Rechnungen und Belege), die AI Agents und die AI Web Search.
Was sie kosten — und was daran „gratis" ist
Hier lohnt sich eine klare Ansage, weil dazu viel Halbwissen kursiert.
Gratis ist der Zugang zum Modell. Du brauchst kein eigenes KI-Konto, keinen API-Schlüssel, kein zweites Abo. Das ist der eigentliche Vorteil dieser Module — und der gilt bis heute.
Nicht gratis ist die Nutzung. Seit der Umstellung auf Credits am 27. August 2025 verbrauchen die KI-Module Credits aus deinem Tarif. Und zwar nicht pauschal einen pro Aufruf, sondern einen Credit plus einen Aufschlag nach Textmenge. Wer viel Text durchschickt, zahlt entsprechend mehr. Deshalb tauchen in der Verbrauchsübersicht auch Nachkommastellen auf, die es früher nicht gab.
Praktisch heißt das: Kurze Texte einsortieren ist günstig. Lange Dokumente am Stück zusammenfassen lässt den Verbrauch spürbar steigen. Und der AI Content Extractor rechnet nach festen Sätzen je Seite oder Beleg ab — deutlich mehr als ein einzelner Credit. Vor dem ersten großen Lauf lohnt sich also ein Blick in Makes Verbrauchsübersicht.
So probierst du sie aus, ohne etwas zu zahlen
Im kostenlosen Tarif von Make hast du 1.000 Credits im Monat — damit kommst du bei KI-Modulen nicht weit.
Über unseren Partner-Link bekommst du dagegen einen Monat den Pro-Tarif geschenkt — der startet bei 10.000 Credits im Monat. Das reicht, um die KI-Module ernsthaft zu testen, statt nur zwei Aufrufe zu machen und zu raten.
Drei Dinge, die dabei wichtig sind:
- Keine Kreditkarte nötig. Bei der Anmeldung wird keine abgefragt.
- Nur bei einer Neuanmeldung. Wer bereits ein Make-Konto hat oder hatte, bekommt den Gratis-Monat nicht.
- Es gibt ihn nur über Make-Partner. Wer sich direkt bei Make anmeldet, geht leer aus — deshalb der Link oben.
Danach loggst du dich ein, legst ein neues Szenario an und suchst im Modulverzeichnis nach den KI-Bausteinen — der Rest ist Zusammenstecken wie bei jedem anderen Modul.
Fünf Anwendungsfälle
1. Bewertungen aus Social Media auswerten
Das KI-Modul liest Bewertungen, zieht die wiederkehrenden Punkte heraus und fasst zusammen, was Kunden wirklich stört oder freut — statt dass jemand hundert Kommentare durchliest.

2. Angaben aus E-Mails herausziehen
Statt Nachrichten von Hand zu sortieren, holt die KI Namen, Termine und Bestellnummern heraus und sortiert die Mail passend ein. Besonders nützlich bei Anfragen, die immer ähnlich aufgebaut sind.

3. Support-Anfragen automatisch zuordnen
Die KI übersetzt, ordnet ein und priorisiert eingehende Anfragen, damit sie ohne Zwischenstopp bei der richtigen Person landen.

4. Texte vereinheitlichen und kürzen
Uneinheitliche Texte in eine gemeinsame Form bringen, Wichtiges herausziehen, den Rest kürzen — klassische Fleißarbeit, die niemand vermisst.

5. Lange Texte zerlegen und weiterverarbeiten
Das Modul zerlegt lange Texte in handliche Abschnitte, schickt sie durch die Weiterverarbeitung und setzt daraus wieder ein zusammenhängendes Dokument zusammen. Genau hier lohnt sich der Blick auf den Verbrauch — viel Text bedeutet viele Credits.

Fazit
Der größte Gewinn der eingebauten KI-Module ist nicht, dass sie nichts kosten — das tun sie nämlich nicht. Der Gewinn ist, dass die Hürde wegfällt: kein zweites Konto, kein Schlüssel, kein separater Vertrag. Du steckst das Modul ins Szenario und es läuft.
Für kleine, häufige Aufgaben — einsortieren, herausziehen, kurz zusammenfassen — ist das der schnellste Weg zu einem Ablauf, der wirklich mitdenkt. Bei großen Textmengen lohnt sich vorher ein Blick auf den Credit-Verbrauch.
🚀 Die Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es auch als Video.
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