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Make.com vs. Zapier vs. n8n: Der ehrliche Vergleich

Veröffentlicht: July 6, 2026·
Make.com vs. Zapier vs. n8n: Der ehrliche Vergleich

Make.com oder n8n – welches Automatisierungstool ist besser für dein Unternehmen? Wenn du diese Frage googelst, findest du vor allem Werbung: Jeder Anbieter erklärt dir, warum ausgerechnet sein Tool das beste ist. Wir sind in einer anderen Position. Wir nutzen beide – täglich, seit Jahren, in über 120 Projekten seit 2016. Und genau deshalb können wir dir die ehrlichste Antwort geben, die es auf diese Frage gibt: Es kommt auf vier Dinge an, und die gehen wir in diesem Artikel durch.

Zapier, den dritten großen Namen, lassen wir nicht weg – er bekommt weiter unten seinen fairen Platz. Aber für kleine Unternehmen und Mittelstand in Deutschland läuft die eigentliche Entscheidung 2026 fast immer zwischen Make und n8n.

Die kurze Antwort

Make.com ist für die meisten kleinen und mittleren Betriebe der Sweet Spot: visuell verständlich, fair im Preis, tausende fertige Anbindungen, EU-Hosting verfügbar. Wer ohne Technik-Team schnell zu laufenden Automatisierungen kommen will, ist hier richtig.

n8n gewinnt, sobald Datenhoheit oder Volumen entscheidend werden: Du kannst es auf deinem eigenen Server betreiben – deine Daten verlassen dann nie das Haus – und zahlst bei hohem Volumen einen Bruchteil. Dafür brauchst du mehr technisches Verständnis oder jemanden, der es mitbringt.

Zapier bleibt die einfachste Einstiegstür für zwei, drei simple Verbindungen – wird aber bei Volumen schnell teuer.

Das ist die Zusammenfassung. Warum wir so urteilen, zeigen die vier Kriterien, nach denen wir selbst in jedem Projekt entscheiden.

Das Entscheidungsraster: vier Fragen

Wenn bei uns ein neues Projekt startet, wählen wir das Werkzeug nicht nach Vorliebe, sondern nach vier Fragen. Dieselben vier kannst du dir stellen.

1. Konnektoren: Gibt es fertige Anbindungen für deine Programme?

Eine Automatisierung ist nur so gut wie die Programme, die sie verbinden kann. Make bringt tausende fertige Anbindungen mit und deckt praktisch alles ab, was ein deutscher Betrieb nutzt – CRM, Buchhaltung, E-Mail, Shop. n8n bringt einige hundert fertige Bausteine mit, ist dafür beim Selbstbauen am flexibelsten: Weil es offen ist, lässt sich jede fehlende Anbindung ergänzen. Zapier führt bei der reinen App-Anzahl – relevant, wenn du ein sehr exotisches Nischen-Tool anbinden willst.

Faustregel: Nutzt du gängige Software, ist die Konnektoren-Frage bei allen dreien gelöst. Nutzt du Spezialsoftware, prüfe konkret nach – fünf Minuten Suche ersparen dir eine Fehlentscheidung.

2. Datenschutz und Self-Hosting: Wo dürfen deine Daten liegen?

Für viele Betriebe in Deutschland die wichtigste Frage – und hier hat n8n ein Argument, das kein anderes Tool bietet: Du kannst es komplett selbst betreiben, zum Beispiel auf einem Server in Frankfurt. Deine Daten laufen dann über keine fremde Infrastruktur, nichts verlässt die EU, nichts verlässt auf Wunsch nicht einmal dein Haus. Übrigens für alle, die nach einer „n8n-Alternative aus Deutschland" suchen: n8n ist selbst ein Unternehmen aus Berlin – wer maximale Datenhoheit sucht, findet sie genau hier.

Make bietet EU-Hosting an – für die meisten Fälle eine solide Lösung ohne technischen Aufwand. Zapier ist ein US-Anbieter; das lässt sich mit Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) grundsätzlich konform gestalten, fühlt sich für viele Betriebe bei personenbezogenen Daten aber nicht gut an.

Wichtig: Das ist keine Rechtsberatung. Prüfe AVV und tatsächlichen Speicherort für deinen konkreten Fall – am besten mit deinem Datenschutzbeauftragten.

3. Preismodell: Was kostet es bei deinem Volumen? (Stand: Juli 2026)

Illustration: Balkenwaage mit je einem Preisschild in beiden Schalen – Preisvergleich zweier Automatisierungstools
Zwei Preisschilder, eine Waage: Entscheidend ist nicht der Listenpreis, sondern was dein Volumen wiegt.

Preise ändern sich – prüfe vor der Entscheidung immer die offizielle Preisseite. Die Größenordnungen:

Make startet kostenlos (1.000 Credits/Monat), der Core-Tarif liegt bei rund 9 $ pro Monat, Pro bei etwa 16 $, Teams bei ungefähr 29 $ (jährliche Zahlung). Seit August 2025 rechnet Make in Credits statt Operationen – das gehört in deine Kalkulation.

n8n spielt preislich in einer eigenen Liga: Die selbst betriebene Community Edition ist kostenlos, du zahlst nur den Server – oft 3 bis 7 $ pro Monat, egal wie viele Automatisierungen laufen. Die gehostete Cloud-Variante startet bei rund 24 € pro Monat. Bei sehr hohem Volumen ist self-hosted kaum zu schlagen.

Zapier beginnt beim Professional-Tarif bei rund 20 $ pro Monat für 750 Aufgaben – und weil jeder einzelne Schritt als „Task" zählt, wird es bei Volumen schnell teuer.

Warum die reine Menge an Ausführungen den Preis so stark treibt, rechnen wir im Detail in Make.com-Preise erklärt vor.

4. Team-Fähigkeiten: Wer betreut das Tool bei dir?

Das ehrlichste Kriterium – und das am häufigsten übersehene. Make lernt ein motivierter Mitarbeiter ohne Technik-Hintergrund in wenigen Stunden; die visuelle Zeichenfläche zeigt jeden Ablauf als Diagramm. Wenn du bei null anfängst, hilft dir unser Einsteiger-Artikel Was ist Make.com – einfach erklärt. n8n fühlt sich ähnlich an, richtet sich aber an ein technischeres Publikum – vor allem, wenn du es selbst betreibst: Server aufsetzen, Updates einspielen, Backups. Wer das nicht im Haus hat, braucht einen Partner dafür.

Die beste Automatisierungsplattform für dein KMU ist die, die dein Team nach der Übergabe auch pflegen kann. Ein technisch perfektes Setup, das nach sechs Monaten niemand mehr anfassen traut, ist kein gutes Setup.

Und die KI-Funktionen?

Beide Tools können 2026 KI-Agenten bauen – kleine digitale Mitarbeiter, die selbst entscheiden, welchen Schritt sie als Nächstes tun. Make hat Agenten direkt in den visuellen Baukasten integriert; du siehst bei jedem Schritt, was der Agent tut – nachvollziehbar statt Blackbox. Wie das konkret aussieht, zeigen wir in KI-Agenten in Make.com. n8n ist bei KI die technischste, aber mächtigste Wahl – mit einem echten Alleinstellungsmerkmal: KI-Modelle lassen sich komplett lokal auf deinem eigenen Server betreiben. Für Betriebe mit sensiblen Daten ist das Gold wert.

Empfehlung für kleine Unternehmen und Mittelstand

Wenn du dich fragst, ob Make.com oder n8n für dein kleines Unternehmen die richtige Wahl ist, hier unsere Empfehlungslogik aus der Praxis – in absteigender Häufigkeit:

  • Der Normalfall: Make. Bezahlbar, verständlich, EU-Hosting, riesige Anbindungsauswahl. Für die meisten KMU das beste Verhältnis aus Preis, Leistung und Bedienbarkeit – und das Tool, mit dem dein Team am ehesten selbst arbeiten kann.
  • Der Datenschutz-Fall: n8n. Sensible Daten, Branchen mit strengen Vorgaben, oder schlicht der begründete Wunsch, dass jedes Datenbit auf dem eigenen Server bleibt: n8n, self-hosted, in der EU.
  • Der Volumen-Fall: n8n. Zehntausende Ausführungen pro Monat? Self-hosted zahlst du den Server statt jeder einzelnen Operation – der Kostenunterschied ist dramatisch.
  • Der Einsteiger-Fall: Zapier. Null Technik-Erfahrung, zwei simple „Wenn A, dann B"-Abläufe, kleines Volumen: Zapier ist der bequemste Start. Fair bleibt fair.

Warum wir beide nutzen – transparent

Wir haben uns nie auf ein Lager festgelegt, und das ist Absicht: Das Werkzeug folgt dem Problem, nicht umgekehrt. Make ist unser Standard, weil es für die allermeisten Betriebe die beste Mischung liefert – unser Gründer Manuel Gick ist zertifizierter Make.com-Trainer, wir kennen das Tool bis in den letzten Winkel. n8n setzen wir ein, wo Datenschutz oder Volumen dafür sprechen. Und wenn keins von beiden passt, sagen wir auch das.

Wenn du Make ausprobieren willst: Über unseren Partner-Link bekommst du die Pro-Version mit 10.000 Credits einen Monat gratis – danach wechselst du automatisch in den kostenlosen Plan.

Transparenz: Dieser Link ist ein Empfehlungs-Link (Affiliate). Nutzt du ihn, erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ändert sich nichts am Preis.

Make.com oder n8n für kleine Unternehmen – was ist besser?

Für die meisten kleinen Unternehmen: Make. Es ist schneller gelernt, günstig im Einstieg und dein Team kann Abläufe später selbst anpassen. n8n lohnt sich, wenn Datenschutz per Self-Hosting Pflicht ist oder dein Volumen so hoch wird, dass sich der eigene Server rechnet – dann brauchst du aber jemanden, der die technische Betreuung übernimmt.

Ist n8n wirklich kostenlos?

Die Software selbst ist in der self-hosted Community Edition kostenlos. Du zahlst den Server (oft wenige Euro im Monat) – und solltest den Aufwand für Einrichtung, Updates und Wartung ehrlich mitrechnen. Ohne technische Unterstützung ist die gehostete Cloud-Variante oder Make meist die entspanntere Wahl.

Welches Automatisierungstool ist besser für den Mittelstand?

Es gibt keine pauschal beste Automatisierungsplattform für KMU – aber ein klares Raster: Prüfe Konnektoren für deine Programme, Datenschutz-Anforderungen, das Preismodell bei deinem Volumen und die Fähigkeiten deines Teams. In der Praxis landet der Mittelstand damit meistens bei Make, in Datenschutz- und Volumen-Fällen bei n8n. Ein Wechsel später ist möglich, bedeutet aber Neuaufbau der Abläufe – die Wahl am Anfang lohnt also Sorgfalt.

Der nächste Schritt

Am Ende zählt nicht das Tool, sondern das Ergebnis: gewonnene Stunden pro Woche. Welches Werkzeug für deinen Betrieb das richtige ist, finden wir am schnellsten gemeinsam heraus – in der kostenlosen Zeit-Potenzial-Analyse: 45 Minuten, 0 €, kein Verkaufsgespräch. Wenn danach ein Projekt sinnvoll ist, läuft es als SCALE²-Sprint mit Festpreis – und wenn nicht, weißt du trotzdem, welches Tool zu dir passt. Mehr zu unserer Arbeit findest du auf der Leistungsseite. Termin buchen.

MGManuel Gick, Gründer von Techflow.ai
Manuel Gick

Gründer von Techflow.ai. Zertifizierter Make.com-Trainer, Hochschulzertifikat KI (Hochschule Fresenius). Schreibt über KI-Agenten, Automatisierung und individuelle Software im Mittelstand.

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