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Was ist Make.com? Das No-Code-Tool einfach erklärt

Veröffentlicht: July 6, 2026·
Was ist Make.com? Das No-Code-Tool einfach erklärt

Du fragst dich, was Make.com eigentlich ist? Kurz gesagt: Make.com ist ein Werkzeug, mit dem du deine Programme automatisch miteinander verbinden kannst, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Neue Anfrage im Formular? Landet von selbst im CRM. Neue Rechnung? Wird automatisch abgelegt und du bekommst eine Nachricht. Dieser Artikel ist dein Make.com-Tutorial auf Deutsch: Am Ende weißt du, wie das Tool funktioniert, wie du deinen ersten Workflow erstellst – und ob es sich für dich lohnt.

Was ist Make.com in einem Satz?

Make.com ist ein No-Code-Automatisierungstool, das deine Apps und Programme miteinander verbindet und Aufgaben automatisch erledigt, die du sonst von Hand machst.

No-Code heißt: kein Code, kein Programmieren. Wenn du dich also fragst, wie du Prozesse ohne Programmierkenntnisse automatisierst – genau das ist die Antwort. Du baust deine Abläufe auf einer Art digitaler Zeichenfläche zusammen, indem du Bausteine per Klick verbindest. Statt jeden Morgen E-Mails zu kopieren, Daten in eine Tabelle zu tippen oder Rechnungen manuell weiterzuleiten, erledigt Make das im Hintergrund für dich. Rund um die Uhr, ohne dass du daneben sitzt.

Der Nutzen ist konkret: Jede wiederkehrende Handarbeit, die dich täglich 15 Minuten kostet, sind über ein Jahr fast 60 Stunden. Genau diese Zeit holst du dir mit Make zurück – ohne Fehler durch Vertipper und ohne dass etwas liegen bleibt, weil jemand im Urlaub ist. Du bist nicht das Kabel zwischen deinen Programmen. Das übernimmt Make.

Von Integromat zu Make: die kurze Geschichte

Vielleicht bist du beim Suchen über den Namen „Integromat" gestolpert. Das war der alte Name. Am 22. Februar 2022 wurde Integromat in Make umbenannt und auf die Adresse make.com umgezogen. Dahinter steckt dieselbe Technik, nur mit neuem Namen und aufgeräumterer Oberfläche. Für dich als Einsteiger heißt das: Wenn du im Netz auf ältere Anleitungen zu „Integromat" triffst, gelten die meisten Grundprinzipien bis heute.

Make.com-Workflows erstellen: Szenarien, Module, Credits

Make besteht im Kern aus drei Begriffen. Wenn du die verstehst, kannst du Workflows erstellen – und verstehst das ganze Tool.

Szenarien: dein automatischer Workflow

Ein Szenario ist ein kompletter Ablauf, den du einmal einrichtest und der dann von selbst läuft. Stell es dir wie ein Rezept vor: „Wenn X passiert, mach Y und danach Z." Zum Beispiel: Wenn ein neues Kontaktformular ausgefüllt wird, trag den Kontakt ins CRM ein und schick mir eine Nachricht auf dem Handy.

Module: die einzelnen Bausteine

Ein Modul ist ein einzelner Baustein in diesem Ablauf. Jedes Modul steht für eine App oder eine Aktion: „E-Mail lesen", „Zeile in Google Sheets hinzufügen", „Nachricht in Slack senden". Du reihst diese Bausteine aneinander wie Perlen auf einer Schnur, und die Daten fließen von einem zum nächsten. Make verbindet heute tausende Apps, von Gmail über HubSpot bis DATEV-nahe Tools.

Operationen und Credits: die Abrechnung

Früher hat Make jede einzelne Aktion als Operation gezählt. Seit dem 27. August 2025 rechnet Make stattdessen in Credits ab (Stand: Juli 2026). Das Prinzip bleibt gleich: Je mehr dein Szenario tut und je öfter es läuft, desto mehr verbraucht es. Einfache Aktionen kosten wenig, KI-Funktionen etwas mehr. Die genauen Werte findest du immer auf der offiziellen Preisseite.

Ein Alltagsbeispiel

Ein Kunde füllt auf deiner Website das Kontaktformular aus. Sofort startet dein Szenario: Modul 1 fängt die Anfrage ab, Modul 2 legt den Kontakt in deinem CRM an, Modul 3 schickt dir eine Slack-Nachricht, Modul 4 verschickt eine freundliche Bestätigungs-E-Mail an den Kunden. Vier Bausteine, einmal eingerichtet – und du musst nie wieder eine Anfrage von Hand abtippen. Genau das ist der Kern von Make.

Was du mit Make automatisieren kannst

Illustration: Stapel Vorlagen-Blätter, das oberste entrollt sich zu einem Workflow-Diagramm – fertige Make-Vorlagen als Startpunkt
Nicht bei null anfangen: Eine Vorlage entfaltet sich zum laufenden Workflow – anpassen statt neu bauen.

Fast alles, was heute noch Copy-and-paste ist, lässt sich mit Make automatisieren. Ein paar typische Beispiele aus dem Alltag kleiner und mittlerer Betriebe:

  • Leads einsammeln: Anfragen aus Formularen, Facebook oder LinkedIn landen automatisch im CRM, sauber sortiert. Wie das konkret geht, zeigen wir im Artikel zu Facebook-Leads ins CRM automatisieren.
  • Rechnungen und Belege: Eingehende Rechnungen werden abgelegt, umbenannt und ins Buchhaltungstool übergeben.
  • Benachrichtigungen: Neue Bestellung, neuer Termin, neue Bewertung? Dein Team bekommt es sofort in Slack oder per E-Mail.
  • Datenpflege: Zwei Tools, die nicht miteinander reden, tauschen über Make automatisch Daten aus, sodass du nichts doppelt eintippst.
  • KI-Aufgaben: Texte zusammenfassen, Anfragen vorsortieren oder Antworten vorbereiten. Mit sogenannten KI-Agenten in Make.com geht das direkt im selben Ablauf.

Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst: Es gibt fertige Bausteine für die häufigsten Fälle. Ein guter Startpunkt sind Make.com-Vorlagen und Templates, mit denen du nicht bei null anfängst.

Wie fange ich mit Make.com an? Deine erste Automation in 10 Minuten

Genug Theorie. So baust du deinen ersten kleinen Workflow, ohne Vorwissen:

  1. Geh auf make.com und leg dir ein kostenloses Konto an.
  2. Klick auf „Create a new scenario". Du landest auf der leeren Zeichenfläche.
  3. Wähl als ersten Baustein einen Auslöser, zum Beispiel „Watch new emails" in Gmail. Das ist dein Startpunkt.
  4. Verbind dein Konto einmalig, indem du dich anmeldest und die Freigabe bestätigst.
  5. Füg einen zweiten Baustein hinzu, zum Beispiel „Add a row" in Google Sheets. So wird jede neue E-Mail in einer Tabelle festgehalten.
  6. Verknüpf die Felder: Absender in Spalte A, Betreff in Spalte B. Einfach anklicken und zuordnen.
  7. Klick unten auf „Run once" und schick dir selbst eine Test-Mail. Wenn die Zeile in der Tabelle auftaucht, funktioniert es.
  8. Stell den Schalter auf „ON" – dein Szenario läuft ab jetzt von allein.

Das war es. Du hast gerade zwei Programme automatisch verbunden. Genau nach diesem Muster funktionieren auch die großen, komplexen Workflows – nur mit mehr Bausteinen.

No-Code-Automatisierung lernen: unser Lern-Bereich

Wenn dich das Thema gepackt hat und du tiefer einsteigen willst, musst du dir das Wissen nicht aus verstreuten YouTube-Videos zusammensuchen. In unserem Lern-Bereich findest du deutschsprachige Kurse und Tutorials rund um Make und No-Code-Automatisierung – aufgebaut aus dem, was wir seit 2016 in der Praxis gelernt haben. Dazu gehören auch 21 eigene Make-Apps, die wir entwickelt haben und die du direkt in deinen Szenarien einsetzen kannst.

Der Unterschied zu vielen Tutorials im Netz: Wir zeigen nicht nur, welche Knöpfe du drückst, sondern warum ein Ablauf so gebaut wird – damit deine Workflows auch dann noch laufen, wenn sich eine App ändert oder das Volumen wächst.

Und wenn du lieber direkt mit jemandem baust statt allein zu lernen: Auf der Lernen-Seite kannst du eine 1:1-Beratung buchen – 200 € pro Session, und du gehst mit einer laufenden Automation raus statt mit einer To-do-Liste.

Was kostet Make?

Make hat einen kostenlosen Einstieg und mehrere bezahlte Stufen. Der Free-Plan ist gut, um alles auszuprobieren: Du bekommst ein Startguthaben pro Monat, kannst zwei Szenarien aktiv laufen lassen und alle wichtigen Funktionen testen. Die bezahlten Pläne beginnen bei rund 9 US-Dollar im Monat und steigen je nach Volumen und Team-Funktionen (Stand: Juli 2026, siehe offizielle Preisseite). Über unseren Partner-Link bekommst du die Pro-Version mit 10.000 Credits einen Monat gratis – danach wechselst du automatisch in den kostenlosen Plan.

Transparenz: Dieser Link ist ein Empfehlungs-Link (Affiliate). Nutzt du ihn, erhalten wir ggf. eine Provision – für dich ändert sich nichts am Preis.

Für die meisten kleinen Betriebe reicht der günstigste bezahlte Plan lange aus. Wie du die richtige Stufe wählst und welche versteckten Kosten es gibt, erklären wir Schritt für Schritt in Make.com-Preise erklärt. Und falls du wissen willst, was so ein Automatisierungs-Projekt insgesamt kostet, wirf einen Blick auf was Automatisierung kostet.

Wann sich eine Agentur lohnt

Für einfache Abläufe brauchst du niemanden. Aber sobald mehrere Tools, Bedingungen und Sonderfälle zusammenkommen, wird es schnell knifflig: Was passiert, wenn ein Feld leer ist? Wie vermeidest du Dubletten im CRM? Wie hältst du die DSGVO ein? Als Best Practice solltest du dabei auf einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und EU-Hosting achten – das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung; im Zweifel frag deinen Datenschutzbeauftragten.

An diesem Punkt spart eine erfahrene Agentur dir Wochen an Ausprobieren. Der Unterschied ist nicht nur Tempo: Ein sauber gebautes Szenario läuft auch dann noch, wenn sich eine App ändert oder das Datenvolumen wächst – und es fängt Fehler ab, bevor sie beim Kunden ankommen. Genau daran scheitern selbstgebaute Abläufe am häufigsten.

Wir bei der Techflow.ai GmbH aus Darmstadt bauen seit 2016 solche Automationen, über 120 Projekte sind es inzwischen, und 98 % unserer Kunden wollen danach weiter mit uns arbeiten. Gründer Manuel Gick ist zertifizierter Make.com-Trainer. Kein Endlos-Projekt, kein Retainer-Zwang: Ein SCALE²-Sprint dauert drei Wochen zum Festpreis, meist zwischen 5.000 und 18.000 €.

Ehrlich zum Schluss: Make ist ein Werkzeug – nicht das Werkzeug

So gern wir mit Make arbeiten: Es ist ein Werkzeug in unserem Kasten, nicht die Antwort auf alles. Wenn Datenschutz per Self-Hosting Pflicht ist oder dein Volumen sehr hoch wird, ist n8n oft die bessere Wahl – den ehrlichen Vergleich findest du in Make vs. Zapier vs. n8n. Und wenn deine Aufgabe kein fester Ablauf ist, sondern Entscheidungen verlangt, ist ein KI-Agent der passendere Ansatz. Wie beides in deine bestehenden Systeme kommt, ohne dass du irgendetwas austauschen musst, liest du in Integration statt Austausch. Das Werkzeug folgt dem Problem – nicht umgekehrt.

Wie automatisiere ich Prozesse ohne Programmierkenntnisse?

Mit einem No-Code-Tool wie Make: Du baust deine Abläufe per Klick und Drag-and-drop auf einer Zeichenfläche zusammen – Auslöser wählen, Aktionen anhängen, Felder zuordnen, fertig. Für einfache Workflows reicht ein Nachmittag zum Reinfinden. Programmierkenntnisse brauchst du erst bei sehr speziellen Anforderungen – und dann holst du dir punktuell Unterstützung, statt selbst Programmieren zu lernen.

Wie fange ich mit Make.com an?

Kostenloses Konto anlegen, erstes Szenario mit zwei Bausteinen bauen (zum Beispiel: neue E-Mail → Zeile in Google Sheets), einmal testen, einschalten. Die genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung steht oben in diesem Artikel. Danach: mit Vorlagen weitermachen statt bei null – und bei Bedarf in unserem Lern-Bereich vertiefen.

Gibt es ein Make.com-Tutorial auf Deutsch?

Ja – dieser Artikel ist der Einstieg, und in unserem Lern-Bereich findest du weiterführende deutschsprachige Kurse und Tutorials, inklusive unserer 21 eigenen Make-Apps. Die Make-Oberfläche selbst ist überwiegend auf Englisch, aber einfach gehalten – deine Daten, E-Mails und Texte verarbeitest du selbstverständlich komplett auf Deutsch.

Ist Make.com DSGVO-konform nutzbar?

Make lässt sich datenschutzkonform einsetzen, wenn du die Grundlagen beachtest: einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen und prüfen, wo deine Daten verarbeitet werden. Das ersetzt keine Rechtsberatung – bei sensiblen Daten sprich mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Der nächste Schritt

Wenn du wissen willst, wie viel Zeit in deinem Betrieb steckt, starte mit unserer kostenlosen Zeit-Potenzial-Analyse: 45 Minuten, 0 €, kein Verkaufsgespräch. Willst du selbst tiefer einsteigen, ist der Lern-Bereich dein Startpunkt. Und alles rund um unsere Automatisierungs-Leistungen findest du auf der Leistungsseite. Termin buchen.

MGManuel Gick, Gründer von Techflow.ai
Manuel Gick

Gründer von Techflow.ai. Zertifizierter Make.com-Trainer, Hochschulzertifikat KI (Hochschule Fresenius). Schreibt über KI-Agenten, Automatisierung und individuelle Software im Mittelstand.

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