Was ist Make.com? Das No-Code-Tool einfach erklärt

Make.com ist ein No-Code-Tool, mit dem du deine Programme automatisch miteinander sprechen lässt, ohne selbst zu programmieren. Dieser Einsteiger-Guide erklärt, was Make.com ist, wie Szenarien und Module funktionieren, was du damit automatisieren kannst und was es kostet. Am Ende baust du deine erste Automation in 10 Minuten.

Du fragst dich, was Make.com eigentlich ist? Kurz gesagt: Make.com ist ein Werkzeug, mit dem du deine Programme automatisch miteinander verbinden kannst, ohne eine Zeile Code zu schreiben. Neue Anfrage im Formular? Landet von selbst im CRM. Neue Rechnung? Wird automatisch abgelegt und du bekommst eine Nachricht. In diesem Artikel erklären wir dir Make.com auf Deutsch und für Einsteiger, damit du am Ende genau verstehst, wie es funktioniert und ob es sich für dich lohnt.

Was ist Make.com in einem Satz?

Make.com ist ein No-Code-Automatisierungstool, das deine Apps und Programme miteinander verbindet und Aufgaben automatisch erledigt, die du sonst von Hand machst.

No-Code heißt: kein Code, kein Programmieren. Du baust deine Abläufe auf einer Art digitaler Zeichenfläche zusammen, indem du Bausteine per Klick verbindest. Statt jeden Morgen E-Mails zu kopieren, Daten in eine Tabelle zu tippen oder Rechnungen manuell weiterzuleiten, erledigt Make das im Hintergrund für dich. Rund um die Uhr, ohne dass du daneben sitzt.

Der Nutzen ist konkret: Jede wiederkehrende Handarbeit, die dich täglich 15 Minuten kostet, sind über ein Jahr fast 60 Stunden. Genau diese Zeit holst du dir mit Make zurück, und zwar ohne Fehler durch Vertipper und ohne dass etwas liegen bleibt, weil jemand im Urlaub ist. Du bist nicht das Kabel zwischen deinen Programmen. Das übernimmt Make.

Von Integromat zu Make: die kurze Geschichte

Vielleicht bist du beim Suchen über den Namen „Integromat" gestolpert. Das war der alte Name. Am 22. Februar 2022 wurde Integromat in Make umbenannt und auf die Adresse make.com umgezogen. Dahinter steckt dieselbe Technik, nur mit neuem Namen, neuem Design und einer aufgeräumteren Oberfläche.

Der Umzug lief für bestehende Kunden automatisch: Konten und Abläufe wanderten mit, die Anmeldung funktionierte weiter. Für dich als Einsteiger heißt das vor allem eines: Wenn du im Netz auf ältere Anleitungen zu „Integromat" triffst, gelten die meisten Grundprinzipien bis heute. Der Name Make hat sich inzwischen durchgesetzt, und darum geht es in diesem Artikel.

Wie Make funktioniert: Szenarien, Module, Operationen

Make besteht im Kern aus drei Begriffen. Wenn du die verstehst, verstehst du das ganze Tool.

Szenarien: dein automatischer Ablauf

Ein Szenario ist ein kompletter Ablauf, den du einmal einrichtest und der dann von selbst läuft. Stell es dir wie ein Rezept vor: „Wenn X passiert, mach Y und danach Z." Zum Beispiel: Wenn ein neues Kontaktformular ausgefüllt wird, trag den Kontakt ins CRM ein und schick mir eine Nachricht auf dem Handy.

Module: die einzelnen Bausteine

Ein Modul ist ein einzelner Baustein in diesem Ablauf. Jedes Modul steht für eine App oder eine Aktion: „E-Mail lesen", „Zeile in Google Sheets hinzufügen", „Nachricht in Slack senden". Du reihst diese Bausteine aneinander wie Perlen auf einer Schnur, und die Daten fließen von einem zum nächsten. Make verbindet heute über 3.000 Apps, von Gmail über HubSpot bis DATEV-nahe Tools.

Operationen und Credits: die Abrechnung

Früher hat Make jede einzelne Aktion als Operation gezählt. Ein Szenario mit drei Modulen, das einmal läuft, verbrauchte also grob drei Operationen. Seit dem 27. August 2025 rechnet Make stattdessen in Credits ab (Stand: Juli 2026). Das Prinzip bleibt gleich: Je mehr dein Szenario tut und je öfter es läuft, desto mehr verbraucht es. Einfache Aktionen kosten wenig, KI-Funktionen etwas mehr. Die genauen Werte findest du immer auf der offiziellen Preisseite unter make.com/en/pricing.

Ein Alltagsbeispiel

Ein Kunde füllt auf deiner Website das Kontaktformular aus. Sofort startet dein Szenario: Modul 1 fängt die Anfrage ab, Modul 2 legt den Kontakt in deinem CRM an, Modul 3 schickt dir eine Slack-Nachricht, Modul 4 verschickt eine freundliche Bestätigungs-E-Mail an den Kunden. Vier Bausteine, einmal eingerichtet, und du musst nie wieder eine Anfrage von Hand abtippen. Genau das ist der Kern von Make.

Was du mit Make automatisieren kannst

Fast alles, was heute noch Copy-and-paste ist, lässt sich mit Make automatisieren. Ein paar typische Beispiele aus dem Alltag kleiner und mittlerer Betriebe:

  • Leads einsammeln: Anfragen aus Formularen, Facebook oder LinkedIn landen automatisch im CRM, sauber sortiert. Wie das mit Facebook konkret geht, zeigen wir dir im Artikel zu Facebook-Leads ins CRM automatisieren.
  • Rechnungen und Belege: Eingehende Rechnungen werden abgelegt, umbenannt und ins Buchhaltungstool übergeben.
  • Benachrichtigungen: Neue Bestellung, neuer Termin, neue Bewertung? Dein Team bekommt es sofort in Slack oder per E-Mail.
  • Datenpflege: Zwei Tools, die nicht miteinander reden, tauschen über Make automatisch Daten aus, sodass du nichts doppelt eintippst.
  • KI-Aufgaben: Texte zusammenfassen, Anfragen vorsortieren oder Antworten vorbereiten. Mit sogenannten KI-Agenten in Make.com geht das direkt im selben Ablauf.

Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst: Es gibt fertige Bausteine für die häufigsten Fälle. Ein guter Startpunkt sind Make.com-Vorlagen und Templates, mit denen du nicht bei null anfängst.

Make vs. Zapier vs. n8n: der schnelle Überblick

Make ist nicht das einzige Tool dieser Art. Die zwei bekanntesten Alternativen sind Zapier und n8n. Ganz kurz:

  • Zapier ist am einfachsten für den allerersten Einstieg, wird aber bei komplexeren Abläufen schnell teuer.
  • Make bietet mehr Möglichkeiten pro Euro und die anschauliche Zeichenfläche, auf der du deinen Ablauf wirklich siehst. Ein guter Mittelweg.
  • n8n kannst du auf deinem eigenen Server betreiben, was für Datenschutz interessant ist, aber mehr technisches Wissen verlangt.

Welches Tool für dich das richtige ist, hängt von deinem Fall ab. Den ausführlichen Vergleich mit Preisen und Beispielen findest du in unserem Artikel Make vs. Zapier vs. n8n.

Was kostet Make?

Make hat einen kostenlosen Einstieg und mehrere bezahlte Stufen. Der Free-Plan ist gut, um alles auszuprobieren: Du bekommst ein Startguthaben pro Monat, kannst zwei Szenarien aktiv laufen lassen und alle wichtigen Funktionen testen. Die bezahlten Pläne beginnen bei rund 9 US-Dollar im Monat und steigen je nach Volumen und Team-Funktionen (Stand: Juli 2026, siehe make.com/en/pricing).

Für die meisten kleinen Betriebe reicht der günstigste bezahlte Plan lange aus. Wie du die richtige Stufe wählst und welche versteckten Kosten es gibt, erklären wir dir Schritt für Schritt in Make.com-Preise erklärt. Und falls du wissen willst, was so ein Automatisierungs-Projekt insgesamt kostet, wirf einen Blick auf was Automatisierung kostet.

Deine erste Automation in 10 Minuten

Genug Theorie. So baust du deine erste kleine Automation, ohne Vorwissen:

  1. Geh auf make.com und leg dir ein kostenloses Konto an.
  2. Klick auf „Create a new scenario". Du landest auf der leeren Zeichenfläche.
  3. Wähl als ersten Baustein einen Auslöser, zum Beispiel „Watch new emails" in Gmail. Das ist dein Startpunkt.
  4. Verbind dein Konto einmalig, indem du dich anmeldest und die Freigabe bestätigst.
  5. Füg einen zweiten Baustein hinzu, zum Beispiel „Add a row" in Google Sheets. So wird jede neue E-Mail in einer Tabelle festgehalten.
  6. Verknüpf die Felder: Absender in Spalte A, Betreff in Spalte B. Einfach anklicken und zuordnen.
  7. Klick unten auf „Run once" und schick dir selbst eine Test-Mail. Wenn die Zeile in der Tabelle auftaucht, funktioniert es.
  8. Stell den Schalter auf „ON", und dein Szenario läuft ab jetzt von allein.

Das war es. Du hast gerade zwei Programme automatisch verbunden. Genau nach diesem Muster funktionieren auch die großen, komplexen Abläufe, nur mit mehr Bausteinen.

Wann sich eine Agentur lohnt

Für einfache Abläufe brauchst du niemanden. Aber sobald mehrere Tools, Bedingungen und Sonderfälle zusammenkommen, wird es schnell knifflig: Was passiert, wenn ein Feld leer ist? Wie vermeidest du Dubletten im CRM? Wie hältst du die DSGVO ein? Als Best Practice solltest du dabei auf einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und EU-Hosting achten. Das ist ein Hinweis, keine Rechtsberatung, im Zweifel frag deinen Datenschutzbeauftragten.

An diesem Punkt spart eine erfahrene Agentur dir Wochen an Ausprobieren. Der Unterschied ist nicht nur Tempo. Ein sauber gebautes Szenario läuft auch dann noch, wenn sich eine App ändert oder das Datenvolumen wächst, und es fängt Fehler ab, bevor sie beim Kunden ankommen. Genau daran scheitern selbstgebaute Abläufe am häufigsten.

Wir bei der Techflow.ai GmbH aus Darmstadt bauen seit 2016 solche Automationen, über 120 Projekte sind es inzwischen, und 98 % unserer Kunden wollen danach weiter mit uns arbeiten. Gründer Manuel Gick ist zertifizierter Make.com-Trainer. Kein Endlos-Projekt, kein Retainer-Zwang: Ein SCALE²-Sprint dauert drei Wochen zum Festpreis, meist zwischen 5.000 und 18.000 €.

Wenn du wissen willst, wie viel Zeit in deinem Betrieb steckt, starte mit unserer kostenlosen Zeit-Potenzial-Analyse: 45 Minuten, kein Verkaufsgespräch. Willst du selbst tiefer einsteigen, gibt es die 1:1-Beratung mit Manuel für 200 €. Und alles rund um unsere Automatisierungs-Leistungen findest du auf der Seite zu unseren Leistungen.

Häufige Fragen

Brauche ich Programmierkenntnisse für Make?

Nein. Make ist ein No-Code-Tool, du baust alles per Klick und Drag-and-drop auf einer Zeichenfläche zusammen. Für einfache Abläufe reicht ein Nachmittag zum Reinfinden. Nur bei sehr speziellen Anforderungen hilft technisches Wissen.

Ist Make.com auf Deutsch verfügbar?

Die Oberfläche ist überwiegend auf Englisch, aber sehr einfach gehalten und mit klaren Symbolen. Deine eigenen Daten, E-Mails und Texte kannst du selbstverständlich komplett auf Deutsch verarbeiten. Für den Einstieg reichen ein paar englische Grundbegriffe wie „scenario" und „module", die wir hier erklärt haben.

Ist Make.com DSGVO-konform nutzbar?

Make lässt sich datenschutzkonform einsetzen, wenn du die Grundlagen beachtest: einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen und prüfen, wo deine Daten verarbeitet werden. Das ersetzt keine Rechtsberatung. Bei sensiblen Daten sprich mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Was ist der Unterschied zwischen Make und Zapier?

Beide verbinden Apps automatisch. Zapier ist beim ersten Einstieg minimal einfacher, Make bietet mehr Leistung pro Euro und eine anschauliche Zeichenfläche, auf der du deinen Ablauf wirklich siehst. Den vollständigen Vergleich findest du in unserem Artikel Make vs. Zapier vs. n8n.

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